Warum WARROOM?

Eine Schlüsselstellung beim (Social) Media Monitoring nimmt der WARROOM ein.

Als Einrichtung konzipiert, in der das Wissen verschiedener Kommunikations-experten und Datenanalysten als Teamleistung zur Anwendung kommt, nimmt er oft auch eine Doppelrolle wahr und fungiert als Kommunikationszentrale zu brisanten Themen und Fragestellungen.

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Ohne Strategie ist alles Bemühen Nichts.

Screenshot der ursprünglichen Listly-Liste von Tina Gallinaro aus dem Google Cache

Listen als Strategie, um Traffic zu generieren

Posted on 1. Februar 2014

Die ursprüngliche Liste “Seriöse Social Media Dienstleister und Agenturen” von Tina Gallinaro ist mittlerweile von ihr selber gelöscht worden, wie sie mir gestern in einem gut halbstündigen, angenehmen und sehr kollegialen Telefonat erzählte. Ebenso sprach sie über die Gründe, die zur Löschung führten. Dazu später im Verlauf des Artikels mehr, denn eigentlich ging es ja von Anfang an nicht um die Personen auf oder die Person hinter der Liste.

Da aber gestern eine wahre Lawine an Kommentaren auf Facebook losgetreten wurde und es vielen der Diskutierenden nicht klar war, dass sich der socialmedia WARROOM mitnichten zu einer Kontrollinstanz darüber erheben wird, was im Social Web “gut” oder “schlecht, “richtig” oder “falsch” ist, oder eine solche von dritter Hand einfordert, muss hier noch einmal deutlich gemacht werden, worum es geht: Die am Mittwoch/Donnerstag dieser Woche durchgeführte Befragung der ursprünglich über 60 Personen auf der genannten Liste ist Teil unserer Überlegungen, ob Listen (jeglicher Art) bewusst dazu eingesetzt werden und werden können, Aufmerksamkeit (Traffic) in einem erhöhten Maße auf sich zu ziehen oder nicht.

Unsere E-Mail-Anfrage an die Personen auf der Liste

"Du hast vom socialmedia WARROOM diese E-Mail bekommen, weil Dein Name auf der o.g. Liste von Tina Gallinaro zu finden war oder ist. Bitte nimm Dir ein paar Minuten Zeit und hilf bei der Recherche für einen Artikel über Listen im Social Web, Empfehlungen durch Dritte und inwiefern man Listen als Teil einer Strategie einsetzen kann oder sollte."

Gleich im zweiten Absatz der begleitenden E-Mail zur Befragung per Google Doc haben wir deutlich gemacht, dass es darum geht, “inwiefern man Listen als Teil einer Strategie einsetzen kann oder sollte”. Nirgendwo war dem Wortlaut zu entnehmen, dass sich die Befragung oder unsere Bemühungen gegen irgendjemand richten würden.

Weiter im Text:

"Grundsätzlich finden wir Listen toll, das gleich mal vorab. Und “Schluss mit Lügen und gefährlichem Halbwissen” sowieso! Wenn allerdings keinerlei Kriterien zu existieren scheinen oder bekannt sind, was eine/n Berater/in denn zur Aufnahme auf diese Liste qualifiziert, dann schadet ein zweiter, skeptischer Blick auch den auf der Liste genannten Personen nicht."

Um die Dynamik, die sich um diese Liste scheinbar entsponnen hatte, besser verstehen zu können, haben wir die Befragten gebeten, auch Angaben zur Urheberin Tina Gallinaro und den übrigen gelisteten Personen zu machen. Die Liste hatte kurz vor der Löschung immerhin über 1.800 Abrufe (der verlinkte Screenshot aus dem Google Cache ist älter, wir konnten schließlich nicht wissen, dass die Liste die Nacht nicht überlebt).

Das Telefonat mit Tina Gallinaro

iPhone-Screenshot des Telefonats Tina Gallinaro <> Oliver Berger

iPhone-Screenshot des Telefonats Tina Gallinaro <> Oliver Berger

Frau Gallinaro selber hat im Telefonat als Grund für die Löschung angegeben, dass ihr die Liste selber “über den Kopf gewachsen und so nie geplant gewesen sei”. Die ursprüngliche Idee einer Empfehlung von Kollegen, mit denen man bereits gearbeitet hatte wurde nach ihren Angaben durch die Funktion von Listly ad absurdum geführt, dass sich jede/r selber auf der Liste eintragen und anschließend durch eine Art Voting “nach oben” pushen lassen konnte. Hierdurch konnte der Eindruck entstehen, dass die weiter oben genannten Personen besondere Wertschätzung erfahren und von Frau Gallinaro eben ausdrücklich empfohlen würden. Sie hat aus diesem Grund (länger schon geplant, so erzählte sie) nun eine neue Seite ins Leben gerufen, auf der ausschließlich sie Kontrolle darüber hat, wer dort aufgeführt ist.

Unabhängig vom Inhalt ist interessant festzuhalten, dass wieder eine Liste zum Einsatz kommt, die kuratierte Inhalte aufweist und bei der davon ausgegangen werden darf, dass die gelisteten Personen ein Interesse an der Verbreitung haben.

Reaktionen der Befragten

Insgesamt haben gut ein Drittel der befragten Personen sich die Zeit genommen, uns zu antworten. Nicht alle haben den Fragebogen ausfüllen wollen, einige haben ihre Antworten per E-Mail geschickt oder erklärt, nicht teilnehmen zu wollen oder erwähnt zu werden. Dies werden wir selbstverständlich respektieren. Letztlich haben wir 15 Antworten über den Fragebogen und eine Antwort per E-Mail erhalten. Vier Personen wollten sich nicht äußern (20 Reaktionen aus einer Gruppe von 61 Befragten).

Keine der 15 Personen, die den Fragebogen ausfüllten, hat auf die Frage “(2 von 10) Kennst Du Tina Gallinaro persönlich?” mit “Ja” geantwortet, 33% kennen sie nicht persönlich, 67% kennen sie von Facebook oder XING. Zwei der Befragten haben die Liste über ihre eigenen Social-Media-Kanäle verbreitet, die übrigen 13 nicht.

Auf die Frage “(5 von 10) Was hältst Du generell davon, so eine Liste zu kuratieren und zu veröffentlichen?” bei der auf einer Skala von 1 (finde ich schlecht) bis 10 (finde ich toll) abgestimmt werden konnte, kam es bei 16 Antworten zu einem Mittelwert von 6,3 von 10.

Ergebnis der Befragung zu Frage 5 von 10, "Was hältst Du generell davon, so eine Liste zu kuratieren und zu veröffentlichen?"

Ergebnis der Befragung zu Frage 5 von 10, “Was hältst Du generell davon, so eine Liste zu kuratieren und zu veröffentlichen?”

Alle Fragen in der Übersicht

  1. Wie heißt Du? (optionale Frage)
  2. Kennst Du Tina Gallinaro “persönlich”?
  3. Wie sieht es mit den anderen Personen auf der Liste aus? Wie viele davon sind Dir bekannt?
  4. Hast Du die Liste bzw. den Link zur Liste selber veröffentlicht? Wenn ja, wo?
  5. Was hältst Du generell davon, so eine Liste zu kuratieren und zu veröffentlichen?
  6. Was machst Du beruflich?
  7. Welche Social-Media-Kanäle und -Plattformen bespielst Du üblicherweise?
  8. Auf welchen Social-Media-Kanälen und -Plattformen bist Du bzw. Dein Unternehmen zu finden?
  9. Welche Stellenwert hat (Social) Media Monitoring für Dich als Teil einer Kommunikationsstrategie?
  10. Bist Du interessiert, in Zukunft von uns als Experte angesprochen zu werden und ggf. zu Deinen Themen mitzuarbeiten und Fachartikel zu publizieren (optionale Frage)?

Zwei der Antworten auf unsere Fragen

Neben der Frage nach dem Stellenwert von Listen als Mittel, um Traffic auf bestimmte Seiten zu steigern oder für eigene oder fremde Themen zu generieren waren insbesondere der berufliche Background der Befragten und ihre Einschätzung zum Thema (Social) Media Monitoring für uns interessant. Monitoring vor allem auch deshalb, weil es aus Sicht des socialmedia WARROOM ein essentieller Bestandteil jeder Kommunikationsstrategie zu sein hat und auch bei der Beobachtung von Listen und deren Verbreitung über diverse Social Media Plattformen und Dienste wertvolle Erkenntnisse liefert.

Bei der Frage, "was machst Du beruflich?" waren mehrere Antworten zulässig, denn oft hat man ja nicht nur _einen_ definierten Job.

Bei der Frage, “was machst Du beruflich?” waren Mehrfachnennungen zulässig, denn oft hat man ja mehr als nur einen Job.

Welchen Stellenwert hat Social Media Monitoring als Teil einer Kommunikationsstrategie?

Welchen Stellenwert hat Social Media Monitoring als Teil einer Kommunikationsstrategie?

Unabhängig vom Beschäftigungsverhältnis messen alle Befragten dem Thema (Social) Media Monitoring einen hohen Stellenwert bei, der Mittelwert liegt hier bei 8,4 von 10.

Die Bedeutung von Listen

Eingangs hatten wir geschrieben “Grundsätzlich finden wir Listen toll, das gleich mal vorab.” und auch die Befragten haben, soweit sie sich geäußert haben, eine eher positive Einstellung zu Listen (Mittelwert 6,3 von 10, siehe oben).

Damit können wir uns in guter Gesellschaft fühlen, denn auch in der klassischen PR sind Listen in Form von Rankings (und letztlich ging es auch bei der Liste von Tina Gallinaro um ein Ranking) ein probates Mittel der Generierung von Aufmerksamkeit. Entweder für den Initiator des Rankings – zum Beispiel, wenn eine Krankenkasse die drei häufigsten Gründe für Burnouts im Rahmen einer Studie identifiziert und auflistet – oder für den (möglichst) Erstplatzierten des Rankings – zum Beispiel bei Untersuchungen der Stiftung Warentest.

Das wohl bekannteste Beispiel für den Missbrauch von Listen aus der jüngsten Vergangenheit ist wohl der “Gelbe Engel” des ADAC.

"Der Golf ist (angeblich) das Lieblingsauto der Deutschen. Aus mehr als 200 Modellen konnten die 19 Millionen Mitglieder des ADAC (theoretisch) auswählen. Auf Platz zwei der Lieblingsautos findet sich (laut Ranking, das ggf. auch hinsichtlich Reihenfolge manipuliert wurde) der Audi A3 wieder. "

Quelle: n-tv, Anmerkungen in Klammern vom socialmedia WARROOM.

Dieser gezielte Einsatz von Listen (bzw. genauer: Rankings) ist natürlich nicht auf klassische PR beschränkt, viele Online-Publisher nutzen Listen als Teil ihrer Strategie, um Traffic für sich und ihre Themen zu generieren:

Sicher kennte jede/r für sich eine ganze Reihe weiterer Listen. Wir würden uns darüber freuen, hier die besten eurer Listen in den Kommentaren aufgelistet zu bekommen! Dabei spielt es unserer Ansicht nach auch keine Rolle (das kam nämlich u.a. auch in der Korrespondenz mit den Befragten und in der Diskussion auf Facebook als Thema auf), ob die Liste/das Ranking von einem sog. etablierten Medium oder auf einem Blog veröffentlicht wird. Beide haben ihre Zielgruppe und bedienen diese (hoffentlich) bedarfsgerecht. Zu behaupten, nur etablierte Medien könnten sinnvolle Rankings veröffentlichen, halten wir für komplett falsch. Damit würde man nämlich die Position derer, die nicht in einem solchen Medium veröffentlichen (können), stark schwächen – dies dürfte kaum im Interesse der Blogosphäre liegen.

Fazit zum Einsatz von Listen als Strategie, um Traffic zu generieren

Reine Listen, bei denen die Kriterien für einzelne Punkte auf dieser Liste intransparent gehalten werden, dürften wenig Reichweite mit sich bringen. Rankings hingegen, die thematisch mit Interessengebieten der Zielgruppe verknüpft sind, vielleicht Mehrwert durch Information (im Vergleich zu reinem Entertainment wie “Sexiest Man Alive” o.ä.) bieten und bestenfalls noch die Leserschaft dazu animieren, selbst in den Verbreitungsprozess einzugreifen (weil man ggf. selber auf dieser Liste aufgeführt ist), sind unserer Ansicht nach sehr wohl geeignet, als Teil einer Strategie den Traffic für eigene oder fremde Themen zu erhöhen. Insofern wünschen wir Frau Gallinaro mit ihrer weiter oben verlinkten Liste der “Social-Media-Dienstleister” viel Erfolg!

Für die ganz neugierigen findet sich hier übrigens noch ein Abbild der ursprünglichen Liste im Google Cache. Soweit wir informiert sind, wird sich in der kommenden Woche auch ein bekannteres Magazin in seiner Online-Ausgabe diesem Thema widmen. Verlinken wir dann hier, sollte es dazu kommen.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern unserer Umfrage und machen uns nun Gedanken, welche Rankings (z.B. der besten Monitoring-Tools am deutschen Markt) für unsere Leser interessant sein könnten …

Befragung zu “Seriöse Social Media Dienstleister und Agenturen”

Posted on 30. Januar 2014

Bedauerlicherweise gab es (sind jetzt alle behoben) Probleme mit den Einstellungen zur Freigabe eines Google Doc, welches heute Nacht an mehr als 60 Personen verschickt wurde, die auf einer Liste von Tina Gallinaro mit dem Titel “Seriöse Social Media Dienstleister und Agenturen” zu finden sind.

"Grundsätzlich finden wir Listen toll, das gleich mal vorab. Und “Schluss mit Lügen und gefährlichem Halbwissen” sowieso! Wenn allerdings keinerlei Kriterien zu existieren scheinen oder bekannt sind, was eine/n Berater/in denn zur Aufnahme auf diese Liste qualifiziert, dann schadet ein zweiter, skeptischer Blick auch den auf der Liste genannten Personen nicht."

Obiger Absatz war Teil der Mail und mit der Bitte verbunden, an der kurzen Befragung teilzunehmen. Leider habe ich heute Nacht die Freigabe-Einstellungen wie schon erwähnt verbockt (muss man klar so sagen) und daher konnten nur wenige direkt ihre Antworten eintragen (einige sind mittlerweile per E-Mail eingegangen – Danke dafür!).

Da niemand über Gebühr E-Mails bekommen soll, von denen nicht klar ist, ob er/sie überhaupt haben möchte (Recherche hin oder her) findet sich hier nun der öffentliche Link zur Befragung: https://docs.google.com/forms/d/12n5CUD0OGm_imY490nSwp7w57r3QmwEkh2tgU3cgU00/viewform#start=invite

Inzwischen ist ja auch eine rege (META?-)Facebook-Diskussion um den Fragebogen (oder die Befragung dazu, je nach Sichtweise) bei Silke Schippmann von dialogartists (ebenfalls auf der Liste) entbrannt, was einmal mehr unterstreicht, dass Listen ein spannendes Thema sein können.

4sqcamp in Kooperation mit dem Dortmunder U

foursquare Nutzerzahlen im Rahmen des 4sqCamps

Posted on 26. Januar 2014

Work in progress: Ein PDF mit allen Grafiken sowie die Tabellen mit den erhobenen Daten werden in Kürze noch in den Artikel eingefügt.

Die Idee

Im Rahmen des 4sqCamp, dem weltweit ersten Themen-Barcamp rund um den Location-Based-Service foursquare, haben wir die TeilnehmerInnen gebeten, ihre Profildaten (Anzahl Checkins, Freunde, Fotos, Tipps, Badges und Listen) mit uns zu teilen. 47 TeilnehmerInnen sind dem Aufruf gefolgt, 45 dieser Datensätze konnten wir für die Auswertung nutzen. Aus diesen Daten haben wir versucht, Rückschlüsse auf das Nutzungsverhalten und die generellen Nutzerzahlen von foursquare in Deutschland zu ziehen. Hier nun die (ersten) Ergebnisse zur Diskussion.

Zahlen, Daten, Fakten zur foursquare-Nutzung in Deutschland

2011 im Vergleich mit 2014

foursquare und Twitter-Nutzer Dirk Spannaus (@dirk_s) und Veranstalter des 4sqCamp und Betreiber von allesfoursquare Achim Hepp (@achimh) haben bereits im Vorfeld über die Nutzerzahlen von foursquare in Deutschland geschrieben. Diese Beiträge werden hier natürlich aufgenommen und sind u.a. deshalb so wertvoll, weil sie uns einen Vergleich mit dem Jahr 2011 erlauben. Dadurch ist es möglich, eine enorme Entwicklung auszumachen, auch wenn vorab das Fazit gezogen werden muss, dass foursquare (noch) kein Dienst für die breite Masse ist.

Die ersten Zahlen stammen aus dem September 2011, als Dirk Spannaus eine Umfrage durchführte, die eine Antwort auf die Frage liefern sollte, “warum Menschen Checkin-Dienste nutzen”. Teilgenommen hatten damals 25 Personen und der gesamte Artikel ist hier zu finden.

Wichtig für unseren Artikel sind neben der Anzahl TeilnehmerInnen an der Umfrage (25 Personen) die durchschnittliche Anzahl an Freunden der Befragten (58 Freunde in 2011) und die Gesamtgröße des Netzwerks der Befragten (1.450 Nutzer in 2011).

4sqStats - Stand Ende Januar 2014. Grafik zeigt den Vergleich von 2011 zu 2014 im Hinblick auf die durchschnittliche Anzahl an Freunden der befragten Nutzer. Waren es 2011 noch 58 Freunde je Nutzer, sind es 2014 bereits 335 Nutzer, also knapp sechs mal so viele (die genannten Werte berücksichtigen bereits, dass eine unterschiedliche Anzahl Nutzer in 2011 und 2014 befragt wurden).

4sqStats – Stand Ende Januar 2014. Grafik zeigt den Vergleich von 2011 zu 2014 im Hinblick auf die durchschnittliche Anzahl an Freunden der befragten Nutzer. Waren es 2011 noch 58 Freunde je Nutzer, sind es 2014 bereits 335 Nutzer, also knapp sechs mal so viele (die genannten Werte berücksichtigen bereits, dass eine unterschiedliche Anzahl Nutzer in 2011 und 2014 befragt wurden).

4sqStats - Stand Ende Januar 2014. Grafik zeigt den Vergleich von 2011 zu 2014 im Hinblick auf die Größe des Netzwerks der befragten Nutzer. Waren es 2011 noch 1.450 Nutzer im Netzwerk, sind es 2014 bereits 5.918 Nutzer, also fast 4 mal so viele (die genannten Werte berücksichtigen bereits, dass eine unterschiedliche Anzahl Nutzer in 2011 und 2014 befragt wurden).

4sqStats – Stand Ende Januar 2014. Grafik zeigt den Vergleich von 2011 zu 2014 im Hinblick auf die Größe des Netzwerks der befragten Nutzer. Waren es 2011 noch 1.450 Nutzer im Netzwerk, sind es 2014 bereits 5.918 Nutzer, also fast 4 mal so viele (die genannten Werte berücksichtigen bereits, dass eine unterschiedliche Anzahl Nutzer in 2011 und 2014 befragt wurden).

Da wir eine unterschiedliche Basis (25 und 45 Personen) für die Jahre 2011 und 2014 vorliegen hatten, haben wir die Zahlen für 2014 derart normalisiert, dass für diesen Vergleich ebenfalls von 25 Personen in 2014 ausgegangen wird. Somit sind die Zahlen direkt vergleichbar.

Es fällt dabei auf, dass die durchschnittliche Anzahl an Freunden sich im selben Zeitraum knapp um den Faktor 6 erhöht hat während das Netzwerk aller (in diesem Fall 25) Befragten im Vergleich zu 2011 in 2014 nur knapp um mehr als das 4fache gewachsen ist. Die Gesamtzahl der Nutzer hat sich also langsamer entwickelt als die der Anzahl direkter Kontakte. Dies könnte ein Indiz dafür sein, dass foursquare bereits eine Sättigung unter deutschen Nutzern erreicht hat und damit ist vielleicht auch ein Grund erkennbar, warum sich das Unternehmen (vorerst?) aus dem deutschen Markt zurückgezogen und seinen Mitarbeiter vor Ort entlassen hat.

Konkrete Rückschlüsse lassen sich zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht ziehen. Achim hat auf allesfoursquare recht plausibel die Zahl von 500.000 foursquare NutzerInnen für Deutschland hergeleitet. Gerne würden wir genauere Zahlen zur Verfügung haben und genau da könnt ihr uns helfen!

Das Google Doc zur Erhebung weiterer Profildaten

Um in absehbarer Zeit eine repräsentative Betrachtung mit mehr als 1.000 Teilnehmern zu ermöglichen haben wir ein Google-Doc aufgesetzt, in dem ihr eure Profildaten selber eintragen könnt:  https://docs.google.com/forms/d/1T_-jRB9mEPkGhuWnO1BGktV0uwJZcaijHaiYimwKnWk/viewform
Wir werden dann mindestens monatlich ein Update zu den Nutzerzahlen von foursquare in Deutschland veröffentlichen und sind bei der Verbreitung des Links auf eure Hilfe angewiesen. Teilt diesen gerne via Twitter oder Facebook mit euren Freunden und Bekannten. Anmerkungen hierzu gerne in die Kommentare.

Grafische Darstellung von Checkins, Freunden, Fotos, Tipps, Badges und Listen

Insgesamt konnten wir bei den 45 TeilnehmerInnen unserer Aktion unglaubliche 238.715 Checkins zählen! Fast eine Viertelmillion bei gerade mal knapp 50 Personen. Obwohl auch die meisten anderen Werte im Tausender-Bereich liegen, haben wir uns dazu entschlossen, alle sechs Profilangaben in einzelnen Grafiken darzustellen. Die Verzerrung wäre ansonsten zu groß, als dass noch etwas zu erkennen wäre.

Hier alle Zahlen im Überblick (Mittelwert in Klammern):

  • 238.715 (5.305) Checkins
  • 10.653 (237) Freunde
  • 11.836 (263) Fotos
  • 1.703 (38) Tipps
  • 2.631 (58) Badges
  • und NUR 274 (6) LISTEN

Insbesondere die extrem geringe Anzahl an verwendeten Listen hat uns überrascht. Scheinbar haben die meisten foursquare-NutzerInnen dafür keine Verwendung. Lediglich ein Teilnehmer der Erhebung verwendet 72 Listen (damit entfallen mehr als 25% aller verwendeten Listen auf einen Nutzer!).

4sqStats - Stand Ende Januar 2014, Anzahl der Checkins bei 45 Nutzern

4sqStats – Stand Ende Januar 2014, Anzahl der Checkins bei 45 Nutzern

4sqStats - Stand Ende Januar 2014, Anzahl der Freunde bei 45 Nutzern

4sqStats – Stand Ende Januar 2014, Anzahl der Freunde bei 45 Nutzern

Neun Personen können schon auf eine fünfstellige Anzahl an Checkins zurück blicken. Bei den meisten liegt diese Zahl im vierstelligen Bereich, zehn TeilnehmerInnen haben weniger als 1.000 Checkins. Bei den Freunden kommt kein Teilnehmer auf mehr als 1.000. Der Teilnehmer mit dem höchsten Wert hat 980 Freunde, der mit dem geringsten nur vier. Gut ein Drittel hat eine zweistellige Anzahl an Freunden, zwei Drittel haben mehr als 100 Freunde auf foursquare.

4sqStats - Stand Ende Januar 2014, Anzahl der Fotos bei 45 Nutzern

4sqStats – Stand Ende Januar 2014, Anzahl der Fotos bei 45 Nutzern

4sqStats - Stand Ende Januar 2014, Anzahl der Tipps bei 45 Nutzern

4sqStats – Stand Ende Januar 2014, Anzahl der Tipps bei 45 Nutzern

Die Hälfte der Befragten hat weniger als 100 Fotos veröffentlicht, vier Teilnehmer haben mehr als 1.000 Fotos auf foursquare geteilt (und liegen damit mit weitem Abstand vor dem 5.). Nur fünf TeilnehmerInnen haben mehr als 100 Tipps hinterlassen, die übrigen 40 bleiben im zweistelligen Bereich.

4sqStats - Stand Ende Januar 2014, Anzahl der Badges bei 45 Nutzern

4sqStats – Stand Ende Januar 2014, Anzahl der Badges bei 45 Nutzern

4sqStats - Stand Ende Januar 2014, Anzahl der Listen bei 45 Nutzern

4sqStats – Stand Ende Januar 2014, Anzahl der Listen bei 45 Nutzern

Der Teilnehmer mit den meisten Badges konnte bereits 470 Stück erspielen und hat damit mehr als doppelt so viele Badges wie der Zweitplatzierte (219). Auch hier haben lediglich fünf TeilnehmerInnen mehr als 100 Badges, fast alle anderen haben mindestens eine zweistellige Anzahl an Badges erspielt. Listen spielen, wie oben erwähnt, keine große Rolle. Vielleicht könnt ihr uns in den Kommentaren eure Meinung zu foursquare-Listen mitteilen? Irgendwie scheinen die meisten diese zu ignorieren oder nicht richtig für sich zu nutzen zu wissen.

Die TOP 10 und die Superuser

Letztlich haben wir unter den 45 Befragten auch sieben foursquare Superuser ausmachen können. Fünf von diesen sind auch in den TOP 10 zu finden.

4sqStats - Stand Ende Januar 2014. Die Grafik bezieht sich auf die TOP 10 Nutzer nach Checkins unter den befragten 45 Nutzern.

4sqStats – Stand Ende Januar 2014. Die Grafik bezieht sich auf die TOP 10 Nutzer nach Checkins unter den befragten 45 Nutzern.

4sqStats - Stand Ende Januar 2014. Für mehr Übersichtlichkeit wurden die Checkins entfernt. Die Grafik bezieht sich auf die TOP 10 Nutzer nach Checkins unter den befragten 45 Nutzern.

4sqStats – Stand Ende Januar 2014. Für mehr Übersichtlichkeit wurden die Checkins entfernt. Die Grafik bezieht sich auf die TOP 10 Nutzer nach Checkins unter den befragten 45 Nutzern.

Mit 160.590 entfallen etwas mehr als 67% aller Checkins auf die TOP 10 NutzerInnen, ähnlich verhält es sich bei den Fotos mit etwas mehr als 66%. Mit 58% entfallen immer noch deutlich mehr als die Hälfte aller Tipps auf die TOP 10, bei den Badges stellen sie knapp 34% aller erspielten Badges. Listen spielen hier keine Rolle, insgesamt nutzen die TOP 10 gerade mal 83 Listen, nur 11 mehr als der Nutzer mit den meisten Listen (72).

4sqStats - Stand Ende Januar 2014. Die Grafik bezieht sich auf die identifizierten Superuser (7 Nutzer) nach Checkins unter den befragten 45 Nutzern.

4sqStats – Stand Ende Januar 2014. Die Grafik bezieht sich auf die identifizierten Superuser (7 Nutzer) nach Checkins unter den befragten 45 Nutzern.

4sqStats - Stand Ende Januar 2014. Für mehr Übersichtlichkeit wurden die Checkins entfernt. Die Grafik bezieht sich auf die identifizierten Superuser (7 Nutzer) unter den befragten 45 Nutzern.

4sqStats – Stand Ende Januar 2014. Für mehr Übersichtlichkeit wurden die Checkins entfernt. Die Grafik bezieht sich auf die identifizierten Superuser (7 Nutzer) unter den befragten 45 Nutzern.

Bei den Superusern fällt zuerst ins Auge, dass lediglich drei von ihnen fast alle Funktionen von foursquare (bis auf die Listen …) regelmäßig nutzen. Die übrigen unterscheiden sich in ihrer Nutzung nur unwesentlich von den Nicht-Superusern (von den Checkins natürlich mal abgesehen …).

Fazit

Nach x Tabellen, Grafiken und dem Sammeln von weiteren Informationen via Twitter und aus Blogs bleibt dennoch das Gefühl, dass es zu früh für ein Fazit ist. Aus diesem Grund ist hier noch einmal das Google Doc verlinkt, über das ihr den socialmedia WARROOM mit weiteren Profildaten zur foursquare-Nutzung in Deutschland versorgen könnt: https://docs.google.com/forms/d/1T_-jRB9mEPkGhuWnO1BGktV0uwJZcaijHaiYimwKnWk/viewform

Wenn euch der Artikel gefallen hat, teilt ihn gerne über die einschlägigen Netzwerke. Gleiches gilt, wenn ihr uns helfen wollt, in Zukunft genauere Zahlen zu veröffentlichen!

Alle Grafiken in diesem Beitrag stehen unter einer CC BY-SA 2.0 DE Creative Commons Lizenz und können entsprechend verwendet werden.